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Vollständige Version anzeigen : IBMs Berufsakademie in Stuttgart


The Moonface
24.01.2005, 14:50
HI,

fuer mich kommt langsam die zeit, wo ich mich langsam fuer eine weiter Ausbildung kuemmern muesste.

Immoment bin ich noch mitten in der Informationsphase.
Seitdem ich vor 2 Jahren auf der Cebit war, hatte ich immer in Hinterkopf, dass IBM ein Praxisstudium anbietet. Also 3 Monate Uni, 3 Monate arbeiten = 1 Semster.

Die vorteile dafuer liegen ganz klar auf der Hand:
- Verguetung (600 - 1000 Euro)
- kurze Studienzeit (3 Jahre)
- man hat danachPraxiserfahrung
- ggf. wird man von IBM uebernommen (welches ja kein kleiner Betrieb ist)
- ggf. Auslandssemester werden unterstuetzt

Aber leider hab ich auch erfahren muessen, das auf 160 Plaetze 3800 Bewerbungen kommen, was wahrscheinlich an den oben genannten Gruenden liegt :rolleyes: .

Nun meine Frage(n):

Ist hier jemand im Brainstormboard, der gerade an der BA studiert. (Faecherunabhaengig, wobei ich mich fuer Wirtschaftsinformatik interessiere)

Ich kann mir vorstellen, das es sehr schwer ist. kann man das Niveau mit einem normalen Studiengang an einer "normalen" Uni vergleichen?

Wie stehen die Chancen genommen zu werden? (ja ich weiss 1:23.75) Was fuer Vorraussetzungen werden gemacht? auf der Website steht, das der Charackter mehr zaehlt als gute noten. Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Gibt es einen Notendurchschnitt, den man haben MUSS? was sind andere Vorrausetzungen, die man erfuellen muss??

Vielleicht ist hier ja sogar wer der das BA von IBM schon abgeschlossen hat. Wie sieht es nach dem Studium aus?? sind die chancen von IBM uebernommen zu werden gross (oder ueberhaupt vorhanden)? Wie sieht es mit anderen Betrieben aus? sehen die eine BA Abschluss lieber als ein normales Studium?


mmhh... viele Fragen.
Ich hoffe ihr koennt sie mir beantworten :)

MFG & thanks im vorfeld
The Moonface

tauruzz
24.01.2005, 17:12
tu was du willst, aber sprich bitte nicht bei einem BA von einem studium :evl
ist nämlich eine akademie und keine hochschule, demnach bekommst du auch keinen akademischen grad verliehen sondern nur ein hobby-diplom.
du siehst wie ich zur BA ausbildung stehe.
liegt evtl weniger an der ausbildung sondern eher an den BA´lern die hinterher sich mit anderen absolventen messen wollen.
mit sicherheit gibt es berufszweige wo man statt eines studiums lieber direkt in der firma anfängt und blockmässig irgendwo zur "schule" geht (nicht uni!)

und zum schwierigkeitsgrad, durch die kürze des bildungsweges kannste schon erkennen, dass die fülle an stoff nicht gegeben ist wie in einem akademischen studium. aber das soll nicht heissen, dass du das nicht machen sollst, soll dir nur klarheit verschaffen mit dem womit du hinterher mit sicherheit konfrontiert wirst.
soll heissen, zu einer position wie vorstand oder GF wirste als BA´ler mit 200 % niemals kommen, es sei denn du bist vollgesellschafter ;)

The Moonface
24.01.2005, 17:56
mhh... also man bekommt auf einer Akadamie keinen Akademischen grad verliehen? warum heist sie dann Akademie?
soweit ich weiss wuerde dann Dipl.-Wirtschaftsjurist (BA) auf meiner Visitenkarte stehen, wenn ich denn diesen Bildungsgang waehlen wuerde.

Und warum koennen sich BA'ler nicht mit den anderen Absolventen messen?? Immerhin machen die BA'ler den Stoff in drei Jahren, welchen Studenten an einer uni in 4, 5 oder 6 Jahren machen.

Ausserdem kommt noch die praxiserfahrung dazu.
Das macht, fuer mich, ein BA'ler mindestens gleich qualifiziert wie ein Student von der Uni, wenn nicht sogar besser qualifiziert, weil noch die Praxiserfahrung dazukommt.

Aber wie gesagt ich bin noch in der Informationsphase :)
Also hoere ich mich Gegenmeinungen gerne an!

MFG

tauruzz
24.01.2005, 18:18
hehe du würdest den bildungsgang wählen?
ich bin diplom wirtschaftsjurist :) aber nicht BA.
auch wenn BA berufsakademie heisst verleihen diese schulen keinen akademischen grad. einen akademischen grad verleiht nur eine staatliche HOCHschule, eine BA ist keine staatliche hochschule.
der titel "diplom" kann ja von jedem verliehen werden. mein hund kann ein diplom erlangen wenn er bei einer hundeschule pfötchen gibt. daher gibt es auch das staatlich anerkannte diplom wie zb auf BA´s damit wenigstens nicht der anschein erweckt wird, dass es totaler tullux sei. um sich halt von den "hundeschulen" etc abzuheben :D

lol aber das hier :"Und warum koennen sich BA'ler nicht mit den anderen Absolventen messen?? Immerhin machen die BA'ler den Stoff in drei Jahren, welchen Studenten an einer uni in 4, 5 oder 6 Jahren machen." ist TOOOTALER quark!
rofl
ey sorry, aber ich habe 8 semester gebraucht um wirtschaftsjurist zu werden und nur weil ich mich echt angestrengt habe. die meisten sitzen jetzt noch rum und lernen. du glaubst doch nicht selber, dass du bei einem dreijährigen bildungsweg auf einer BA die gleiche fülle an stoff erhälst und die gleiche schwierigkeitsstufe wie auf deutschen hochschulen.
sagen wir so, im grunde genommen ist der durchschnittsabiturient ja gleich klug, der eine geht zur uni der andere zur BA, du meinst nun der BA´ler macht den stoff in 3 jahren den der uni mensch in 6 jahren macht? glaubst du die hunderttausend studenten in deutschland die an unis studieren sind alle dümmer als die paar BA´ler? lol nee das ist falsch gemessen.
ich kann dir gerne den kontakt mit einem ehemaligen komolitonen herstellen, der (leider gottes) mit BA´lern täglich zusammen arbeitet. die haben auch die falsche ansicht, dass sie ein echtes studium geleistet hätten. dem ist nicht so. er beschwert sich ständig über das fehlende wissen seiner arbeitskollegen.

ich meine soweit musst du doch denken können.
wer pro semester 3 monate nur bücher wälzt der kann in 6 semestern (3 jahre) ja nur 18 monate bücher gewälzt haben. ich dagegen habe 8 semester á 12 monate gewälzt, das macht nach adam riese 48 semester. du willst doch nicht ernsthaft glauben, dass du in 18 monaten soviel lernst wie ich in 48 monaten. sooo doof bin ich auch nicht ;)

und das mit der praxiserfahrung: ich bin grundsätzlich der meinung dass praxis wichitg ist, aber wenn du nur 18 semester bücher gewälzt hast, dann hast du viel zu wenig gelernt um besser qualifiziert zu sein, als ein uni absolvent. ich habe auch ein praxissemester gemacht und muss sagen dass es super war, zudem brauchte ich vor und während dem studium auch noch praktikas. also habe ich auch genug praxiserfahrungen gesammelt.

wie gesagt mach was du möchtest, nur wunder dich dann später nicht, wenn du als BA´ler nicht so ernst genommen wirst wie als wenn du ein echtes diplom gemacht hättest... und das zurecht.

was wirtschaftsrecht angeht, steh ich gerne zur verfügung :)

tauruzz
24.01.2005, 18:21
hm seh gerade, dass die da in stuttgart gar kein wirtschaftsrecht anbieten.
nur diese hier:

Wirtschaftsinformatik (BA)
Informatik (BA)
Betriebswirtschaft (BA): International Business Administration
Betriebswirtschaft (BA): Dienstleistungsmanagement


wenn du allerdings bei ibm arbeitest an ihrer akademie deinen abschluss machst und dann übernommen wirst, und das auch willst, dann würd ich sagen ist das sicherlich n guter weg, erstrecht aus dem grund, dass die übernahmechance wesentlich höher ist.

selnator
24.01.2005, 18:44
ich muss da auch mal meinen Senf dazu geben:

Ich habe auch meinen Ausbildungsgang in einem Großunternehmen begonnen. Übertarifliche Bezahlung, Anerkennung, ein scheinbar sicherer Job, die Aussicht alle paar Jahre befördert zu werden und regelmäßige Arbeitszeiten haben mich diesen Weg wählen lassen.

Aber was steht dahinter: In einem Großunterhnehmen (wie es auch IBM ist) herrscht ein riesiges Maß an Anonymität, keiner kennt keinen, Vetternwirtschaft regiert so dass die unkompetentesten Leute die bestbezahltesten Jobs haben, nur auf dem Weg nach Geld und Macht.
Dann fordert die Bezahlung auch noch ihren Preis. Was wird dafür verlangt? Eventuell etwas mehr 'Flexibilität' auch mal die ersten Jahre in einem völlig unterqualifiziereten Job arbeiten zu müssen? Oder die Bereitschaft jedes Wochenende Überstunden zu machen da man ja sowieso mehr Geld verdient als andere Leute in der Branche?
Größter Nachteil war für mich die Annonymität: Leute aus Chef- und Personalabteilung sehen hinter jeder Arbeitskraft nach einiger Zeit nur noch Nummern. Nichts gegen Wirtschaftswissenschaftler oder andere Leute ähnlichen Berufszweiges: Aber auch die Deppen vom Gymnasium gehen irgendwas studieren und finden irgendwo Arbeit... ;) Wo und als was die dann Arbeiten wird jeder selbst irgendwann in Erfahrung bringen!

Um zum Thema zurück zu kommen: Ich habe selber bei IBM noch nicht gearbeitet und kenne auch persönlich keine Leute die da arbeiten und will das nach meinen Erfahrungen mit Großunternehmen gar nicht.
Aber wenn für dich Geld und die Aussicht nach einem halbwegs sicheren Job genug sind - was jeder für sich selbst entscheiden muss - dann wähle den Weg. Aber sei dir Gewiss: Wenn du dir die Herumschubserei in solch einem Unternehmen gefallen lassen kannst und mit der Bezahlung dafür zufrieden bist, dann ist das der richtige Weg für dich... Aber die Erfahrungen wirst du selber machen müssen!

MfG

tauruzz
24.01.2005, 18:58
zum glück bin ich kein wirtschafswissenschaftler sondern wirtschaftsjurist ;)
also von wegen, dass die dümmsten leute bei grossen die besten jobs haben, kann ich nur zustimmen. jedenfalls häuifg.
aber nen sicheren job haste bei ibm genausowenig wie bei opel.
und das prob bei so einem riesen ist, da wirste nur sachbearbeiter und das find ich total bescheuert.
have fun :D

The Moonface
24.01.2005, 19:09
hm, ich weiss nicht wieviele stunden du in der woche in den Vorlesungen warst, aber, nach meinen Infos, hat man an der BA Stuttgart einen schulaehnlich strikten Unterrichtsplan, welcher auch mal von 8 bis 19 gehen kann.
Ich kenne ein paar studenten (cousins, freunde etc.) die mir alle gesagt haben, das sie uebermaessig viel zeit haben. Plus Semesterferien, die man auf der BA nicht hat (~ 4 wochen Urlaub im Jahr). Selbst meine schwester hat hier nur rund 8 doppelstunden in der Woche (Montag und Freitag frei)... aber das ist hier auch in den USA also ein anderes System :)

Aber deine Rechnung macht durchaus Sinn.

Aber fuer micht kommt ein anderes problem auf mich zu, wenn ich zu einer staatlichen Uni gehe. Wie finanziere ich das ganze? Bafoeg bekomme ich wahrscheinlich nicht, weil meine Ellis zu viel verdienen (und betruegen will ich nicht unbedingt ;) ). Auf der anderen Seite werden mir meine Eltern ein Studium nicht finanzieren (jedenfalls nicht vollstaendig) (ihre gruende versteh ich selber nicht aber naja...).
Arbeiten waere eine Variante, aber kann man sich ein Studium erarbeiten, ohne das wichtige Lernzeit verloren geht?

Da macht das BA wieder sinn, weil ich da ein festes Gehalt habe.
Klar ist in einem so grossem Unternehmen eine gewisse Annonymitaet vorhanden. Die ist ja sogar auf einer 2000 Schueler grossen Highschool vorhanden.
Aber ich haette eh nicht vor dort mein ganzen Leben zu verbringen. Ich will ja nur die Ausbildung dort machen um dann "weiterzuziehen".

Uebrigens hab ich Wirtschaftsrecht einfach von deinem Profil kopiert, weil mir gerade kein passender name eingefallen ist :)
Aber ich interessiere mich ein bisschen fuer internationales business recht. Man hoert ja immer das das Fach Recht sehr trocken ist. stimmt das?

selnator
24.01.2005, 19:44
also von wegen, dass die dümmsten leute bei grossen die besten jobs haben, kann ich nur zustimmen. jedenfalls häuifg.
aber nen sicheren job haste bei ibm genausowenig wie bei opel. jupp, ganz meine Meinung und leider auch Erfahrung...

@moonface: Kommt ganz auf die Sichtweise an. Vor- oder Nachteil der BA. Du hast eine strikte Vorgabe wann du wohin gehen sollst und was wann zu lernen ist. Alles etwas verschult, was man als gut oder auch schlecht ansehen kann. Von 8 bis 19 Uhr ist eigentlich normal, wenn man angagiert ist. Vorlesungen sind je nach Hochschule über den ganzen Tag verteilt. Und dann kommen noch Seminare und/oder Projekte dazu, die man besuchen kann.
Ich hatte im ersten Semester beispielsweise schon drei mal die Woche (offiziell) von 8 bis 19 Uhr Vorlesungen/Labor, zwischendrinn halt hin und wieder mal die eine oder andere Stunde frei. Dann kamen dann noch Unternemensführungsseminare und Jungunternehmerprojekte hinzu, für die ich ausser der Erfahrung nichts (also keine Zertifikate oder Geld) bekam, gedauert hat das manchmal bis um 23 Uhr...

Was ich sagen will, ist: Kommt ganz drauf an was man aus seinem Studium macht. Ich will dir nicht die BA schlecht reden, sondern dir nur die Vor- und Nachteile vor Augen führen. An der BA hast du die Möglichkeit sehr schnell alles zu Erlernen, was du für eine lebenslange und evtl. auch steile Kariere bei IBM gebrauchen kannst. Allerdings behaupte ich mal, dass die Dinge die du im Betrieb erlernen wirst, sehr stark auf IBM zugeschnitten sein werden und du sie nicht oder nur sehr eingeschränkt in anderen, besonders kleineren oder vielleicht mal deinem eigenem Unternhemn gebrauchen kannst.

An einer FH oder Universität hast du die Möglichkeit all das zu erlernen was du auch bei IBM erlernen würdest, sofern du nebenher viele Betriebspraktika machst um Erfahrung zu sammeln und Kontakte zu knüpfe. Wenn du dich neben deinem Studium auch noch anderweitg beschäftigst, hast du aber auch immer noch die Möglichkeit nach 3 oder 4 Semestern von dem bisherigen 'praktischen' Weg umzuschwenken und in eine 'Akademiker-Karriere' einzulenken.

Auf der anderen Seite werden mir meine Eltern ein Studium nicht finanzieren Klar gibts bei einer BA eine Menge Kohle, aber wirst du dann auch Zeit haben diese ausgeben zu können ;). Kurzum: Wenn du nebem einem 'normalem' Studium arbeiten gehst und dadurch Lernzeit verlierst, bist du wieder den Honks im Personalwesen ausgeliefert, die die Leistungsfähigkeit potenzieller Mitarbieter nur in Noten, Bestleistungen und Soft-Skills sowie genormten Charakter/Wesenstests sehen. Aber was auf dem Weg zu der erbrachten Leistung alles geleistet werden musste, sehen nur die wenigsten Personalmenschen, so meine Erfahrung bisher.


Allgemein bin ich der Meinung, dass so eine Entscheidung sehr gut abgewogen werden sollte, ich hatte damals auch stundenlange Gespräche mit Bekannten geführt und mir meine eigene Meinung gebildet, was für mich am Besten sein könnte. Aber letztendlich ließ ich mir nicht ins Zeug reden und 800 Km weg zum Studieren gezogen um meine Ketten aus Gold abzusprengen...

MfG

tauruzz
24.01.2005, 19:54
Original geschrieben von The Moonface
Man hoert ja immer das das Fach Recht sehr trocken ist. stimmt das?
um es im typischen juristendeutsch auszudrücken: "es kommt darauf an" :D

ist echt so. klar gibts da trockenen kram, aber es gibt auch sehr interessante dinge. wenne dir natürlich das verwaltungsverfahrensgesetz von oben bis unten durchlallerst dann gähnste häufiger als dass du erstaunt aufschaust.
aber wettbewerbsrecht oder patentrecht ist doch mitunter sehr spannend. wie halt gesagt, es kommt darauf an ;)

und du machst ja neben jura noch bwl und vwl und da kannste dir dann (wenns denn gefällt) auch deine abwechslung holen.

klar hatte ich auch semesterferien aber im grunde genommen gingen bei mir die immer für intensives lernen drauf. hatten immer am anfang und am ende der semesterferien prüfungstermine und wenn die direkt im anschluss an die ferien drohen, dann kannste dir ja sicherlich vorstellen wie du deinen "urlaub" verbringst. erstrecht wenns mal der zweite versuch ist ;)

von der stundenanzahl: klar gabs auch tage wo ich mal mittags zu hause war oder zum ende hin sogar mal n tag gar nciht hin musste, aber dafür hatte ich auch tage wo ich um 8 uhr anfing und um 20 uhr nach hause konnte. man überlädt sich ja gerne mal mit freiwilligen dingen

es ist ja auch so, dass bei einer hochschule dir das nicht mehr so "beigebracht" wird, wie du es wohlmöglich noch aus der schulzeit kennst. da wurde uns das beigebracht, einer bölkt dass er es nicht verstanden hat und dann wird es wiederholt etc pp. schulen sind zum lehren da, bei hochschulen wird dir nur der umriss gezeigt, den rest musste dir selber beibringen. so nach dem motto: wirtschaftsstrafrecht: es wird kurz angerissen, dass § 263 betrug ist und vielleicht 10 min drüber gelabert, das wars dann aber auch, das prüfungsschemata und die sekundärliteratur sowie die kommentare sind dann von dir selbst zu erstellen und durchzuarbeiten.
daher biste auch meistens genausoviel zeit in allen vorlesungen wie in der bibliothek.
wobei das auf den studiengang ankommt. bei wirtschaftsrecht haste natürlich das "werkzeug" in den büchern. bei chemie etwas weniger dafür weitaus mehr laborzeit.


und wegen finanzierung des studiums: wenns deine erste ausbildung ist müssen es eh deine ellies lacken, dh dich dabei "unterstützen". das soll dich allerdings nicht daran hindern selber evtl noch arbeiten zu gehen, so überleben die meisten studenten in deutschland. gibt kaum jemanden der nicht nebenbei workt.

The Moonface
24.01.2005, 20:13
@ selnator:
was hast du studiert und wo?? Und was ist jetzt aus dir geworden (wenn ich fragen darf :) )

Deswegen hab ich ja hier angefragt, um vor- und nachteile herrauszufinden. Das Geld was man dort verdiehnt blendet anscheinend doch ganz schoen :)

Es ist schon richtig, das man sich in einem Studium mehr selbst erarbeiten muss, als in einer schulischstrukturierten Einrichtung!

Aber was mich dann jetzt doch irritiert ist, warum die BA's so hohe Vorraussetzungen stellen.
Muss man bei einer Uni auch einen bestimmten Notendurchschnitt haben, oder reicht es wenn man das Abi hat?

tauruzz
24.01.2005, 22:35
lol
ääh schonmal was von nem numerus clausus gehört?
also die vorraussetzungen bei BA´s sind pipikram im grossen und ganzen, zumahl ja ebenfalls das fachabi reicht wenn nicht sogar noch weniger. egal .
jedenfalls gibt es kaum bildungswege an uni´s oder fh´s die nicht über den numerus clausus (kurz NC) zugänglich sind. der ist dein abischnitt und der liegt meistens bei interessanten studienfächern soooo weit oben, dass viele mit nem langen gesicht von dannen ziehen ;)
hehe

die vergütung kann locken das stimmt, wobei ich mich frage was an der BA vergütung interessant sein soll. naja ok für die erste ausbildung ok, aber ansonsten relativ mikrig, uuund das einstiegsgehalt naaach dem BA-diplom ist weeesentlich geringer als das von hochschulabsolventen.
und merke dir dennoch: geld alleine zählt gaar nix.
nach meinem studium habe ich einen job bei einem sehr bekannten unternehmen bekommen, die seehr gut bezahlen für leute die direkt aus dem studium kommen und habe dennoch sehr schnell wieder aufgehört weil die arbeit zum (kotzen)² war :evl
ergo geld alleine zählt dann nicht. du verkaufst sonst deine seele :evl hehehehe

The Moonface
25.01.2005, 13:55
:) naja da kommt dann noch ein problem auf mich zu um auf eine Uni zu gehen. Ich bin nicht auf einem richtigen Gymnasium sondern auf einer Wirtschaftsschule und mache schon eine 3 jaehrige Ausbildung. Danach haette ich dann das Fachabi, welches ja fuer eine BA reichen wuerde, aber leider nicht fuer eine Universitaet! Es ist eine vollzeit schulische Ausbildung. Also keine verguetung

Deswegen waere der Stundenplan fuer mich eigentlich (reine) Wiederholung, weil ich das meiste schonmal gemacht habe (hab mir den Stundenplan im internet angeschaut). Wirtschaft wie gesagt von der Schule und Informatik hab ich mir selber beigebracht.

Von numeros clausus hab ich noch nichts naeheres gehoert. Aber wahrscheinlich, weil es mich einfach nicht betrifft.

Also bleibt mir mit meiner schulischen ausbildung wahrscheinlich nur eine FH oder eine BA oder?

tauruzz
25.01.2005, 22:40
mit fachabi ja.
will dich jetzt nicht aufziehen, dass du als jemand der sich u.a. für studium interessiert nicht weiss was NC ist aber eins muss ich mal nachhaken.
auch wenn du wirtschafsinformatik auf einer BA studierst hast du mit sicherheit nicht das nötige bisherige wissen von deiner (denke mal) kollegschule (oder auch berufskolleg).
war auch auf so einem wirtschaftsgymnasium. da gab es halt ne gymnasiale oberstufe wo man die allgemeine hochschulreife erlangt (abi) oder andere bildungsgänge für fachabi, berufsschulen, elektrotechnischer assi und informationstechnischer assi.
und das abi hatte man mit bwl, rechnungswesen, vwl und und und. ergo wirtschaftliches abi.
ok ok aber dennoch hat mich das auf keinen fall vor heftigstem lernen während des studiums geschützt. du darfst dein pillepalle bwl während deiner schulzeit auf keinen fall mit richtigem universitärem bwl vergleichen!!! hatte 3 jahre vwl während der schulzeit. das dort erlernte wissen hat wärend meines studiums die ersten 2 vorlesungen ausgrereicht, danach war neuland erreicht. also du siehst, es geht recht fix her, auch wenn BA´s mit sicherheit etwas weniger anspruch haben, denke ich werden sie dennoch mehr machen als eine weiterführende schule.

und noch eine klitzzze kleinigkeit.
finde es ja löblich, dass du wirtschaftsinformatik studieren willst, aber ich merke gerade, dass du leider nicht wirklich weisst, worum es sich darum handelt gelle?
hatte selber auch nur ein semester wirtschaftsinformatik aber ich kenne einige leute die sich bestens damit auskennen. jedenfalls weiss ich, dass es nicht einfach on the one hand etwas bwl ist und on the other hand informatik. dort geht es um neuronale netze, management informationssysteme und viele noch kompliziertere dinge. nicht um java programmieren oder solches.
und von wegen informatik hast du dir selber beigebracht.....ok finde ja deinen enthusiasmus gut, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du nur relativ wenig selbstbeigebrachtes informatik beherrscht, wozu ja besagter weise eben nicht nur java html und sonstiger kram gehört.

auf keinen fall falsch verstehen, ich will dich nur unterstützen, aber ich befürchte du fällst in kaltes wasser, wenn du mit derart falschen vorstellungen ein studium oder eine BA-laufbahn beginnst.
du solltest dich intensiver mit den studiengängen beschäftigen. das ist eine derbe umstellung sag ich dir und du sollst nur vorher wissen, was du später machen willst. ich würde wiirklich vorschlagen, du fährst in eine bibliothek (keine bücherei) der nächsten uni oder fh und am besten einer, die ebenfalls deine dich interessierenden fächer lehrt und ziehst 2 bis 3 bücher mal aus den regalen, die diese studiengänge betreffen. am besten bücher wie "grundzüge der wirtschaftsinformatik" oder ähnlichen kram.
dann setzt du dich dort kurz hin und liest mal quer, dh mal 1 bis 5 kapitel. informier dich ruhig genauer über das was du später machst, besuch informationstage an den entsprechenden bildungseinrichtungen etc pp. quatsch mit leuten die das studieren und lass dir erzählen worum es geht. weil ich befürchte, dass du dir falsche vorstellungen machst von dem studiengang.
soviel ich mitbekommen habe ist wirtschaftsinformatik schon derbe unterschiedlich zur herkömmlichen informatik und erstrecht auch zu wirtschaftswissenschaften. du ritzt natürlich einige teilbereiche beider fächer auch an, aber es gibt auch noch einen reinen wirtschaftsinformatischen teil, der wie gesagt ein eigener teilbereich ist.

hoffe dich nicht erschreckt zu haben, sondern ermuntert zu haben, das zu starten was du willst, nachdem du dich ausgiebig informiert hast.

cu
tau

The Moonface
26.01.2005, 03:37
Hey,

danke fuer deinen Beitrag. Du hast mir wahrscheinlich gerade die Augen geoeffnet. Ich hab echt gedacht, das Wirtschaftsinformatik sich aus Wirtschaft und Informatik zusammensetzt. Auch als ich mir den Faecherplan auf der Website gesehen habe, habe ich es immer noch gedacht, da Faecher wie VWL, BWL, Systementwicklung, Recht angeboten wird. Und als Wahlpflichtfach hat man Objektorientierte Programmierung (u.a. Java).

Ich kann mir auch gut vorstellen, das ich mit meinem Wissen, was ich an meiner jetztigen schule gelernt habe, nicht ueber 3 Jahre auskomme, aber ich haette schon gedacht das das erste semester dann leicher fuer mich waehre (in den Wirtschaftsfaechern.)

Mhh... am besten geh ich mal zum arbeitsamt und lass mich informieren, was ich machen koennte.
Oder kennst du einen geeigneten Bildungsgang, wo man reines programmieren mit Wirtschaft verbinden kann??
weil programmieren macht mir sehr viel spass, aber Wirtschaft (mehr Rechnungswesen als BWL :) ) ist auch was fuer mich. Ausserdem seh ich in Rechnungswesen ein groesseres Anwendungsbereich als in der Programmierung. (war jetzt irgendwie wired, aber ich denke du verstehst was ich meine :) ).

mmhh... naja muss ich mir wohl was anders suchen, weil WI ist dann wahrscheinlich nichts fuer mich.

Das mit den in die Bibliothek zu fahren ist eine gute Idee, aber immoment ist das mit dem Hinfahren ein bisschen schwierig... :( .

Und ich hab uebrigens den informationstechnischer assi gemacht... du kommst nicht zufaellig aus dem Sauerland?!

Und ich bin keinesfalls angepisst oder so. Ich mein jeder macht wahrscheinlich mal solche Fehler, und dann ist es doch gut wenn man geholfen wird :)

MFG The Moonface

tauruzz
26.01.2005, 11:25
nee komm zwar net ausm sauerland, aber berufskollegs sind ja prinzipiell gleich, die einen basieren auf wirtschaft die anderen auf sozialen kram etc pp.

natürlich wirst du wenn du nicht aufn kopf gefallen bist, einen kleinen vorteil im studium haben gegenüber denen die nicht solche fächer hatten, aber wie weit dich dieser vorsprung trägt kann ich nicht sagen. aber es ist ein vorteil und wenn du diesen bei studienbeginn nutzt um dort anzufangen mit lernen wo es nötig ist kannst du deinen vorsprung halten. das ist gut!

wie gesagt ich kann auch nicht hundertprozentig sagen was wirtschaftsinformatik direkt beinhaltet, bin mir aber ziemlich sicher dass es sich nicht blos aus einer mischung aus bwl und info handelt. wobei dies ja paradox ist, denn mein studiengang wirtschaftsrecht war wirklich grösstenteils eine mischung aus bwl, vwl und jura plus sprachen.
aber ich kann ja mal eben aufstehen und aus meinem regal mein damaliges wirtschaftsinformatikbuch nehmen. mom.

soll ich mal vortragen? :D
ok g* :
gegenstand der wirtschaftsinformatik (WI)
was ist WI? WI kann zunächst vereinfachend als eine betriebswirtschaftliche disziplin bezeichnet werden. damit steht sie neben solchen disziplinen wie produktion finanzierung und marketing. [....]
die WI hat informations- und kommunikationssysteme in wirtschaft und verwaltung zum forschungsgegenstand.
zunächst wird die bedeutung der informations- und kommunikationssysteme (IKS) für unternehmen erläutert. danach wird die planung und entwicklung von informationssystemen erläutert, wobei sowohl der einsatz von standardsoftware wie auchd ie entwicklung neuer software behandelt wird. zum schluss werden alternativen für die technische infrastrunktur aufgezeigt.
der inhalt:
-IKS in unternehmen
-informationsmanagement und controlling der informationsverarbeitung
-betriebliche anwendungssysteme
-vorgehensmodelle methoden und werkzeuge zur systemplanung und -entwicklung
rechner-, netz- und softwarearchitekturen

.....

so das sollte ein kleiner überblick darüber sein, was "ungefähr" WI bedeutet! reines programmieren....keine ahnung aber ich weiss nciht ob reine informatiker auch nur programmieren. glaube eher nicht. habe gehört dass die informatiker programmieren müssen, die maden sind, dh nichts besseres mehr taugen. weil masse an kohle verdienste beim tippen im kellerraum nicht. da wäre WI dann eher für gedacht.
schön in stabstellen in unternehmen sitzen und dem chief of executive erzählen warum er die und die management informationssysteme ändern soll und welche daten er dadurch wann bereits erhält. dann gibs mal wieder ne gehaltserhöhung auf 6400 euro brutto ;) hehe

und .... es kann ja durchaus sein, dass die BA (da sie ja von IBM) ist genau auf das zugeschnitten ist, auf dass du dich freust. also informier dich doch mal ausgiebig bei denen, wenn es dich denn immer noch interessiert.